erstellt am 19.10.2022
Junge Menschen als Botschafter*innen für Naturpark und Region
Junge Menschen als Botschafterinnen und Botschafter für den vielfältigen Naturpark Haßberge – für unsere Region: das Ziel verfolgt das kürzlich gestartete Projekt „Junior-Ranger-Region“ des Naturpark Haßberge in Kooperation mit den Nationalen Naturlandschaften (NNL), der deutschlandweiten Dachorganisation der Großschutzgebiete.
Das Bildungsprojekt „Junior-Ranger-Region“ birgt durch die deutschlandweite Verknüpfung der Projektpartner enorme Chancen für die Teilnehmenden und für die Entwicklung unseres Naturparks, unserer Region. Wie befinden uns durch diese Kooperation im Bereich der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit auf Augenhöhe mit anderen Großschutzgebieten Deutschlands und damit auch mit Biosphärenreservaten und Nationalparken. Das ist ein sehr großer Schritt für den deutschlandweit bisher recht unbedeutenden Naturpark Haßberge“, so die Naturpark-Rangerin Katja Winter, die das Projekt für den Naturpark Haßberge federführend aufgezogen hat und in Zuständigkeit betreut. Wertvolle und entlastende Unterstützung bei der Durchführung der Junior Ranger Gruppentreffen hat Winter in diesem Jahr durch den lang ersehnten Ranger-Kollegen Arno Ludwig bekommen. „Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr angenehm und zielführend - und wir können somit beide Geschlechter optimal betreuen“, freut sich die Rangerin.
Die Teilnehmenden des Programms „Junior-Ranger-Region“ im Naturpark Haßberge haben einen Bewerbungsvorgang mit selbstverfasster Motivationsaussage und Schnuppertermin durchlaufen. Durch die zahlreichen Interessierten hat sich der Naturpark Haßberge für die Bildung von zwei Gruppen gleich im ersten Veranstaltungsjahr entschieden. Dieses große Interesse ist eine Auszeichnung, über die sich andere Großschutzgebiete freuen würden, wie im internen, bayernweiten Vergleich deutlich wird. Die äußerst zahlreichen Bildungsangebote mit dem Fokus auf Kinder, Teens und junge Familien, die die Rangerin seit 2020 jeweils im Sommerhalbjahr von April bis Oktober anbietet, waren hierfür eine zugkräftige Vorlage. Mehr als zwei Drittel der Kinder, die sich für „Junior-Ranger-Region“ beworben haben, hatten im Vorfeld an den öffentlichen Bildungsangeboten wie Naturerlebnisführungen und Ferienangeboten der Rangerin teilgenommen.
„Mit Nationale Naturlandschaften haben wir einen hochkarätigen Kooperationspartner und ermöglichen unseren teilnehmenden Kindern und Jugendlichen einen wertvollen Blick über den Tellerrand ebenso wie eine starke Bindung zur Region,“ weiß Winter, die veranstaltungsbezogen selbst bereits mehrmals für Nationale Naturlandschaften gearbeitet hat. Wie auch die Angebote für Naturpark-Schulen (Kooperation mit VDN), stellen die Junior Ranger Bildungsangebote (Kooperation mit NNL) einen äußerst wertvollen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Region dar. „Wir Nationale Naturlandschaften sind das Bündnis der Großschutzgebiete in Deutschland. Gemeinsam laden wir alle Menschen ein, mit uns faszinierende Natur zu bewahren, Freude in und mit der Natur zu erleben und mit Zuversicht die Zukunft nachhaltig sowie klimaneutral zu gestalten.“, so die Vision auf der Start-Website der NNL.
Mit den im September und Oktober 2022 durchgeführten hochwertigen Bildungsdesigns trifft der Naturpark Haßberge somit genau das Selbstverständnis der NNL sowie die immer aktuelle Debatte um nachhaltige Regionalentwicklung und Klimaneutralität: Einen gemeinsamen Tagesausflug mit dem „Burgenwinkel-Express“ als umweltfreundlichem Verkehrsmittel, das an Sonn- und Feiertagen einen Teil der vielfältigen Highlights im Naturpark Haßberge anfährt, haben die meisten Junior Rangerinnen und Junior Ranger mit jeweils einem Elternteil bereits erleben dürfen. Dank der kurzfristig ermöglichten, engagierten Organisation durch die Rangerin und die geschätzten Kooperationspartner Burgeninformationszentrum Altenstein und Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) konnten die Highlights Königsberg und Ruine Altenstein von der Ausflugsgruppe gemeinsam besucht werden. Dieser Tagesauflug galt zum einen dem gegenseitigen Kennenlernen in der „Junior Ranger Familie“ des Naturpark Haßberge, zum anderen wurden dadurch einige naturparkspezifische Themen vermittelt – auch an die Eltern als Multiplikator*innen. Biodiversität der Streuobstwiesen, Biologie der Fledermäuse, Geologie des Sandsteinkeupers und Kulturschätze wie Fachwerkstädtchen und Burgruinen wurden für die Teilnehmenden durch zahlreiche Spiele, eine Schatzsuche und eine Naturerlebnisführung verständlich und greifbar.
Die Lebensvielfalt der Streuobstwiesen konnten die beiden Junior Ranger Gruppen dann an den vergangenen Oktober-Freitagen hautnah erleben – und sogar „erschmecken“. In Handarbeit pflückten die Kinder und Teens von den mit gelbem Band gekennzeichneten Streuobstbäumen Äpfel und Birnen und verarbeiteten sie anschließend zu Saft. Wie wertvoll eine Streuobstwiese mit ihren zahlreichen Arten und Lebensräumen für unsere Kulturlandschaft ist, wie wichtig die unentbehrlichen Bestäuber wie Wild- und Honigbienen sowie verschiedene Schwebfliegenarten sind – und wie viel besser ein lokal erzeugter Bio-Obstsaft schmeckt, das konnten die Kinder und Jugendlichen an diesem Tag eindrücklich erfahren. Wer in diese Streuobst-Aktion mit eintauchen möchte: ein anschaulicher Kurzbeitrag hierzu kann hier aufgerufen werden: www.tvmainfranken.de/mediathek/video/naturpark-hassberge-neues-junior-ranger-projekt-gestartet/
Im äußerst vielfältigen Naturpark Haßberge gibt es zahlreiche Themen zu bespielen und verschiedenste Lebensräume und Arbeitsweisen zu erleben. Die Themenfelder Wald, Wasser und Landschaftspflege (z. B. durch extensive Mahd und Beweidung) sind nur ein paar Beispiele, die die Junior Ranger in den folgenden regelmäßigen Gruppentreffen hautnah erfahren dürfen. Mehr als Naturbegeisterung, Naturverständnis und Bezug zur Region soll dabei in den verschiedenen Bildungsveranstaltungen der Naturpark-Ranger ermöglicht werden. Die teilnehmenden Mädchen und Jungen dürfn den Naturpark Haßberge und damit unsere vielfältige Region auf den bundesweiten Junior Ranger Treffen repräsentieren. Genauso sollen sie sich hier vor Ort auf lange Sicht aktiv in die Region einbringen – zum Beispiel im Bereich nachhaltige Regionalentwicklung. Im Team ist man besser, stärker und kommt mitunter schneller ans Ziel – das haben die Junior Rangerinnen und Junior Ranger zumindest während der Streuobst-Aktionen für sich feststellen können. Letztendlich ist es immer ein Geben und Nehmen – und wir hoffen, dass diese jungen Menschen jetzt und in Zukunft als Botschafter*innen für die Region und den Naturpark Haßberge ihre Begeisterung und ihren Einsatz ebenso „in die Welt hinaustragen“ wie sich hier vor Ort engagieren. Ein hehres Ziel? Das wird sich zeigen …
Naturpark-Rangerin Katja Winter
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