Landschaftspflege

Artenreiche Kulturlandschaft

 

Im Bereich des Naturparkes Haßberge werden jährlich zahlreiche Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt, die dem Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten dienen. Wertvolle Biotope wie alte Weinbergslagen, Streuobstwiesen, Feuchtwiesen oder Halbtrockenrasen, von denen sich die Bauern aus wirtschaftlichen Gründen längst zurückgezogen haben, werden erhalten. Der Erhalt dieser Vielfalt von verschiedenen Lebensräumen prägt in vielen Bereichen das äußerst interessante, kleinteilige Bild der Kulturlandschaft im Naturpark Haßberge und macht ihn dadurch für Besucher und auch Einheimische so sehens- und erlebenswert. Die Pflegemaßnahmen werden von Landwirten durchgeführt, die sich dadurch ein teilweise erhebliches Nebeneinkommen sichern können. Der Naturpark fördert diese Maßnahmen, die von den Landkreisen organisiert und cofinanziert werden mit bis zu 70 % der Maßnahmenskosten. Hauptaufgabe der Landschaftspflege im Naturpark ist die Entbuschung und Entwicklung von Halbtrockenrasen.

 

Aus diesem Grund bieten der Freistaat Bayern und die Europäische Gemeinschaft Förderprogramme an, die den Landwirten einen Anreiz geben, auch unproduktive, oft mühevoll zu pflegende Biotope wie Nasswiesen oder Magerrasen wieder regelmäßig zu mähen oder aufgeforstete Bachtäler oder Moore wieder zu renaturieren. Gerade in einem Gebiet wie die Haßberge, in dem die Landwirtschaft mit  Strukturproblemen zu kämpfen hat, bietet diese „Landschaftspflege“ ein interessantes Nebeneinkommen für die Bauern. Der Naturparkverein sieht es als eine seiner zentralen Aufgaben an, hier als Förderer, Organisator und kompetenter Ansprechpartner zu wirken.