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50 Jahre Umweltministerium: Naturerlebnis-Führung zum Auftakt der GönnDir!-Herbstsaison

Die „Gönn-Dir!-Wochen“ sollten bereits Ende März vom Haßberge-Tourismus und der Vereinigung „Natürlich von hier – frisch auf den Tisch“ mit einer Auftaktveranstaltung starten und der Naturpark hatte eigentlich geplant, das Jubiläum „50 Jahre Bayerisches Umweltministerium“ mit einem Genusserlebnis-Tag in Kirchlauter zu feiern. Als erstes deutsches Bundesland hatte nämlich Bayern im Dezember 1970 beschlossen, nicht nur das erste Umweltministerium in Deutschland, sondern auch das erste in Europa und weltweit zu etablieren. 1984 hat dann der Umweltschutz Verfassungsrang erhalten.

Beteiligt an der Organisation waren Geschäftsführerin Susanne Volkheimer (Haßberge Tourismus), Lukas Bandorf (Naturpark Haßberge), Naturpark-Rangerin Katja Winter sowie Ilse und Jochen Werner (von links) vom Verein „Natürlich von hier“. Foto und Text: Günther Geiling

Die Corona-Pandemie hat den Veranstaltern leider in Kirchlauter einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Deswegen sind wir froh, dass wir nun mit dieser Kooperationsveranstaltung die beiden Anlässe 50 Jahre Umweltministerium und die Gönn- Dir!-Wochen miteinander verbinden konnten. Als Partner haben wir uns die Gemeinde Kirchlauter mit ihren Vereinen mit ins Boot geholt“, betonte Landrat Wilhelm Schneider.

 

Er gab seiner Freude Ausdruck, dass in dieser schwierigen Zeit zahlreiche Gäste der Einladung nach Kirchlauter gefolgt seien und damit ihr Interesse an der Stärkung der regionalen Erzeuger bekunden. Darunter waren auch die Vertreter der Landkreise Schweinfurt, Rhön-Grabfeld und Bamberg. „Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher wird es immer wichtiger, wo und wie unsere täglichen Lebensmittel produziert werden. Ich bin sehr dankbar, dass es bei uns in den Haßbergen noch eine große Zahl an Direktvermarktern gibt“, so Schneider. Das schone die Umwelt, sichere Arbeitsplätze, stärke die heimische Wirtschaft und setze ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit.

Genusserlebnisweg wurde 2019 eröffnet Kooperationen wie „Natürlich von hier – frisch auf den Tisch“ hätten es sich bereit zur Aufgabe gemacht, unter einem achtsamen Umgang mit Natur, Pflanzen und Tieren, beste Lebensmittel zu produzieren. Diese Philosophie wolle man bewahren und weiter ausbauen. Außerdem dankte Schneider allen, die dazu beitragen, dass die „Gönn-Dir!-Wochen“ mit so vielen Aktionen gestaltet werden.

 

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler erinnerte daran, dass der Genusserlebnisweg in der Gemeinde vor zwei Jahren angelegt und im letzten Jahr eröffnetworden sei. Dies sei ohne Förderung geschehen bei Kosten von rund 120 000 Euro. Dabei wies er darauf hin, dass das Projekt noch auf Altbürgermeister Peter Kirchner zurückgehe, der den Lehrbienenstand und die Streuobstwiese aufgebaut und auch den Genusserlebnisweg in die richtige Bahn gelenkt habe. Naturpark-Rangerin Katja Winter nahm die Besucher coronabedingt in Kleingruppen mit auf einen Rundgang auf die Streuobstwiese. „Streuobstwiesen sind von großem Wert und von besonderer Bedeutung für unsere Region. Sie beherbergen eine Vielzahl an seltenen Tier- und Pflanzenarten, prägen den Charakter von Landschaftszügen, sind aber auch interessant für Naturerholung und Naturbildung“, erklärte Winter.

 

Wer zu Hause imGarten einen Beitrag leisten möchte für typische Streuobstwiesenbewohner wie fleißige, farbenfrohe und friedfertige Wildbienenarten, blattlausfressende Schwebfliegenarten, insektenfressende Spitzmäuse und schneckenfressende Igel, der schaffe für diese Tiere mit einer wenige Quadratmeter großen Wildpflanzen-Blühfläche, einem einheimischen Obstbaum, einem Laub und Heckenschnitthaufen oder einer kleinen offenen Sandstelle einen wichtigen Lebensraum.