Wildkräuterküche im Naturpark

Essbares aus unserer Natur

lecker, gesund, wertgeschätzt, ...

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Informationen, die Sie hier finden, sollen Ihnen Anregungen, nützliche Tipps und leckere Besonderheiten vermitteln.

 

Wichtig: Einige der Pflanzen, die hier beschrieben werden, können leicht verwechselt werden mit giftigen Pflanzen.

 

Daher essen Sie bitte nichts, was Sie nicht sicher bestimmen können. Wir können mit unseren Beschreibungen und Informationen nicht versichern, alle relevanten Fakten genannt zu haben, und möchten an dieser Stelle keinen detaillierten Bestimmungsschlüssel vermitteln.

 

Bitte beachten Sie: Keine Pflanzen in Naturschutzgebieten, von Privatgrundstücken oder anderen Flächen pflücken, auf denen dies nicht erlaubt ist. Bitte keine geschützten Pflanzen schädigen oder gar pflücken. Nur für den Eigenbedarf ernten, keine größeren Mengen - damit die Natur keinen Schaden nimmt. "Vielen Dank!" sagen andere Nutzer - und die Natur!


Wildkräuter von A-Z

Bärlauch (Allium ursinum)

 

Bärlauch, eines der bekanntesten heimischen Wildkräuter. Die Blätter des Bärlauchs wachsen an feuchten bis nassen, halbschattigen bis schattigen Standorten, dicht an dicht im Wald – meist im Bachtal. Sie sind gut erkennbar am intensiven Lauch-Geruch.

Verwechslungsgefahr mit: den hochgiftigen Blättern des Maiglöckchens oder denen der Herbstzeitlose!

Mein Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft in einer Gärtnerei eine Bärlauchpflanze, die dann im Garten eingepflanzt wird.


Brennnessel (Urtica dioica)

 

Die Brennnessel ist der absolute „Star“ unter den wilden Frühlingskräutern: sie beinhaltet extrem hohe Mengen an Vitamin C und Mineralstoffen – und ist somit das Beste, was wir unserem Körper zur Immunstärkung und als Frühlingskur gönnen können! … wenn da nur nicht ihre wehrhaften Brennhaare wären.


Brombeere (Rubus sectio rubus)

 

Die Brombeere ist mehr als nur ein stachliger Zeitgenosse mit süßen Früchten.

Auch die Blätter und Blüten sind essbar.


Gänseblümchen (Bellis perennis)

 

Es wächst in fast jedem Garten, blüht nahezu das gesamte Jahr über und überlebt sogar das häufige Mähen: das Gänseblümchen! Zum Glück, denn es malt Farbklekse in den Rasen – und ist eine wichtige frühe Futterquelle für (Wild-)Bienen und andere Insekten. Doch das Gänseblümchen kann noch mehr.


Giersch (Aegopodium podagraria)

 

Jede*r Gärtner*in hat sich bestimmt schon einmal heftig über ihn geärgert – denn er wächst unermüdlich und schnell… und meist dort, wo man ihn nicht haben will… Hier die gute Nachricht: Giersch ist essbar, lecker und sehr gesund. Also nichts wie rein mit ihm in den Salat, rauf auf’s Brot oder über das warme Essen gestreut. Zu verwenden wie Petersilie, klar mit etwas anderer Geschmacksnote. Einfach mal ausprobieren – guten Appetit!

Verwechslungsgefahr mit: Die jungen Blätter des Giersches können von Laien teilweise nicht sicher von denen einiger giftiger Hahnenfuß-Arten unterschieden werden.


Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

 

Knoblauchsrauke riecht - wenn die Blätter zerrieben werden - stark nach Knoblauch. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie nach einer Mischung von Knoblauch und Kresse schmeckt. Du findest sie häufig an Waldwegen und kannst die Blätter zu Salat, als Gemüse oder als Gewürz verwenden.


Löwenzahn (Taraxacum officinale)

 

Löwenzahn ist das wohl bekannteste "Unkraut". Die jungen, frischen Blätter schmecken als Salat, Spinat oder Gewürz. Die Blüten sind süß und nur bei Sonne geöffnet.

Oft wächst Löwenzahn auch an Straßenrändern, in Pflasterfugen oder am Wegesrand - hier sollte man sich jedoch gut überlegen, ob man diese Pflanzen verzehren möchte. Besser ist, man sucht den Löwenzahn im eigenen Garten oder auf Wiesen, die nicht zu häufig mit Gülle gedüngt werden.


Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

 

Der Spitzwegerich – die Erste-Hilfe-Pflanze vom Wegesrand! Als bekannte Heilpflanze ist der Spitzwegerich vielfältig verwendbar, denn er wirkt antiseptisch, entzündungshemmend, schmerzlindernd, blutreinigend und schleimlösend. Zur Heilung der Atemwege, bei Magenschmerzen und als heilende Auflage auf Wunden werden seine Blätter gerne genutzt.


Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa)

 

Eine unscheinbare Pflanze, die durch ihre inneren Werte überzeugt.

Doch Vorsicht: Bei der Ernte des Wiesen-Sauerampfers gibt es das ein oder andere zu beachten (weiter durch Click s. o.) ...