veröffentlicht am 01.07.2022
Autor:Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Hier finden Sie Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen - hier klicken
Der überwiegende Anteil an weggeworfenen essbaren Lebensmitteln sowie Schalen, Blätter, Knochen oder Kaffeesatz entstand in privaten Haushalten (rund 59 Prozent). Weitere 17 Prozent Lebensmittelabfälle fielen in Restaurants, der Gemeinschaftsverpflegung oder dem Catering an, gefolgt von etwa 15 Prozent in der Verarbeitung von Lebensmitteln, rund 7 Prozent im Handel und ungefähr 2 Prozent in der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft werden überschüssige und verdorbene Lebensmittel nach einer Studie des Thünen-Instituts meist nicht als Abfall entsorgt, sondern betrieblich verwertet.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Lebensmittel, die als Abfall enden, sind ein ernstes Problem. Die Produktion von Lebensmitteln, die später doch nicht verzehrt werden, verbraucht weltweit immense Flächen an Ackerland und verschwendet wertvolle Ressourcen. Als Bundesregierung sind wir deshalb angetreten, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu halbieren. Auch die Verbraucherinnen und Verbraucher haben es oft in der Hand Lebensmittelabfälle zu verringern. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist gut für die Umwelt.“
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir: „Es passt einfach nicht zusammen, dass bei uns nach wie vor Lebensmittel im Müll landen, während weltweit zig Millionen Menschen hungern. Das ist eine Schande. Und vergessen wir nicht, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte hart für unser Essen gearbeitet haben. Es ist also auch eine Frage der Wertschätzung, respektvoll mit Lebensmitteln umzugehen. Wir haben es gemeinsam in der Hand, Lebensmittelabfälle – vom Acker bis zum Teller – so weit wie möglich zu vermeiden. Vor allem wir Verbraucherinnen und Verbraucher können durch einen bewussten Konsum dazu beitragen, wertvolle Ressourcen einzusparen. Wir arbeiten deshalb daran, dass schon Kinder an Themen wie Nachhaltigkeit herangeführt werden, etwa durch eine entsprechende Ernährungsumgebung in Kita und Schule. Aber auch bei der Produktion können Lebensmittel besser verwertet werden: Nicht alles, was eine Delle hat oder nicht der Norm entspricht, gehört in die Tonne – vieles davon kann anderweitig genutzt werden.“
Auch vor diesem Hintergrund wird die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung weiterentwickelt. Die Bundesregierung will gemeinsam mit allen Beteiligten die Lebensmittelverschwendung verbindlich und branchenspezifisch reduzieren. Dazu werden zurzeit konkrete, ambitionierte Maßnahmen entwickelt und konsequent umgesetzt.
Mit dem vorgelegten Bericht kommt Deutschland der in der EU-Abfallrahmenrichtlinie verankerten Pflicht nach, die Fortschritte bei der Reduzierung der Lebensmittelabfälle sichtbar zu machen. Mindestens alle vier Jahre müssen die EU-Mitgliedstaaten eine gründliche Messung der Lebensmittelabfälle vornehmen. Der Bericht wurde im Auftrag des BMUV und des Umweltbundesamtes (UBA) vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit mehreren Forschungsinstituten erstellt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat diesen Prozess eng begleitet. Die zur Datenerhebung entwickelte Methodik beruht auf Vorgaben der EU-Kommission. Ausgangspunkt ist die Abfallstatistik. Darauf aufbauend wurde mit Hilfe von Sortieranalysen und Befragungen der Abfallwirtschaft ermittelt, wie hoch der Anteil der Lebensmittelabfälle an den in der Statistik erfassten Gesamtabfällen ist. Dabei sind nicht alle der erfassten Lebensmittelabfälle vermeidbar, denn zu ihnen zählen z. B. auch Knochen und Schalen. Ein Vergleich der nun erhobenen Daten mit der bislang besten Datenlage über Lebensmittelabfälle – der vom Thünen-Institut erstellten Baseline 2015 – ist aufgrund eines wesentlichen Methodenwechsel also nicht möglich.
Der Erstbericht legt den Grundstein für eine kontinuierliche Messung der Lebensmittelabfallmenge in Deutschland. Im nächsten Schritt wird die EU-Kommission die von den Mitgliedsstaaten übermittelten Daten analysieren und in einem zusammenfassenden Bericht veröffentlichen. Sie wird die Daten auch dem von ihr angekündigten Vorschlag für EU-weit verbindliche Reduzierungsziele zugrunde legen.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstraße 128, 10117 Berlin
Besuche uns auch auf:
veröffentlicht am 30.07.2024
Bonn, 30. Juli 2024 – In die Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2024 soll erstmalig ein Indikator für „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ – aufgenommen werden.
erstellt am 15.12.2025
Smartphones und Tablets sind zukünftig leichter reparierbar
veröffentlicht am 29.04.2024
BMUV und BMEL führen erfolgreiches Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ fort
erstellt am 15.12.2025
Anfang Herbst durfte der Obst- und Gartenbauverein Sand mit seiner Kindergruppe die Rangerin Katja Winter zu einer spannenden Erkundungstour auf dem „Natour“-Erlebnispfad, nahe der Burg Königsberg begleiten.
erstellt am 15.12.2025
Im Schatten der alten Linde vor Prappachs Dorfkirche rückt Rangerin Katja Winter romantische Vorstellungen von ihrem Arbeitsalltag zurecht. Ausschließlich in den lieblichen Landschaften des Naturparks Haßberge herumstreifen - ist nicht: „Mehr als 50 Prozent Büroarbeit.“
erstellt am 15.12.2025
Als bayernweit recht unbekannter und bis dato selbst in der Lokalbevölkerung wenig bekannter Naturpark hat sich der Naturpark Haßberge seit Schaffung der Rangerin-Stelle 2020 und Besetzung der Geschäftsführer-Stelle in Vollzeit 2021 zweifelsfrei rasant und gleichzeitig qualitativ hochwertig weiterentwickelt.
veröffentlicht am 18.07.2024
Der Naturpark Haßberge hat dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Im Naturpark sind zwei Ranger unterwegs - eine haben wir bei einigen ihrer vielfältigen Aufgaben begleitet.
erstellt am 15.12.2025
Unter den Naturparken Bayerns zählt der Naturpark Haßberge, der im Norden des Landes liegt, mit 80.400 ha eher zu den kleineren. Doch was die Vielfalt der Landschaften und Arten angeht, ist er einer der ganz großen.
veröffentlicht am 03.05.2024
„Schau doch mal hin!“ – unter diesem Motto sind Kinder und Jugendliche aus allen Teilen des Freistaats aufgerufen, die Vielfalt der Bayerischen Natur zu erkunden:
Rund um die Uhr
Ruine Bramberg, 96106 Ebern
veröffentlicht am 22.04.2022
Rundumblick über die Haßberge und weit darüber hinaus
erstellt am 15.12.2025
Nirgends kann man den Frühling intensiver erleben als auf einer blühenden Streuobstwiese. Ein wogendes Blütenmeer, das erste Summen fleißiger Bienen und der berauschende honigsüße Duft, in dem schon die fruchtige Verheißung künftiger Genüsse mitschwingt.
erstellt am 15.12.2025
Aufruf zum Fotowettbewerb „Augenblick Natur!“ 2023
erstellt am 15.12.2025
Mehr Biodiversität durch naturnahe Hecken und Säume
erstellt am 15.12.2025
Wie steht es um die Biodiversität in deinem Garten? Mach den Selbsttest und finde es heraus!
Holzhäuser Weg, 97437 Haßfurt
erstellt am 15.12.2025
Unterhohenried, 28.08.2023 – Der Naturpark Haßberge erweitert sein Angebot um einen für den Naturpark außergewöhnlichen Aussichtspunkt. Denn er liegt außerhalb des Parks.